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Die Phytotherapie
 
Von der Tradition zur Phytotherapie

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Als Phytotherapie bezeichnet man die Behandlung von Krankheiten mit pflanzlichen Arzneimitteln. Es ist die älteste vom Menschen verwendete Form der Medizin. Selbst Tiere nutzen instinktiv bestimmte Pflanzen, um Verletzungen und Krankheiten zu kurieren.

Im 19. Jahrhundert identifizierten Wissenschaftler erstmals die in Pflanzen enthaltenen Wirkstoffe und isolierten sie. Die auf dieser Basis produzierten chemischen Arzneimittel sind zwar immer wirksamer, bringen unseren Organismus aber immer stärker aus dem Gleichgewicht.

Die Phytotherapie des 21. Jahrhunderts hat die Aufgabe, gleichermaßen «sanfte» wie wirksame Lösungen anzubieten, die die Erwartungen von Patienten, Ärzten und Pharmazeuten erfüllen.

Der aktive Bestandteil ist der Wirkstoff in der Pflanze, der die gewünschten Eigenschaften besitzt.

Gutes tun, ohne Schlechtes zu bewirken

Neben ihrer mittlerweile umfassend nachgewiesenen Wirksamkeit haben Pflanzen den großen Vorteil, dass sie sehr sanft wirken und nur minimale Nebenwirkungen haben. Aufgrund dieses Merkmals wird die Phytotherapie bevorzugt zur Behandlung zahlreicher gängiger Leiden eingesetzt.

Die Pflanzen können auf verschiedene Weise verarbeitet werden


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  • Aufguss : Die Pflanze wird mit kochendem Wasser übergossen und dann 3 bis 10 Minuten ziehen gelassen.
  • Kaltauszug (Mazeration): Die Pflanze wird je nach Art einige Stunden bis Tage in kaltes Wasser gelegt.
  • Abkochung : Die Pflanze wird 5 bis 10 Minuten lang gekocht, dann lässt man sie abkühlen und filtert den Sud.
  • Essenz : Sie entsteht durch Mazeration der getrockneten Pflanze in Alkohol bei 40°, 60° oder 80°.
  • Pulver: Es wird durch Zermahlen der getrockneten Pflanzen gewonnen. Das gewonnene Pulver wird in der Regel in Form von Gelatinekapseln verabreicht.
  • Standardisierter Pflanzenextrakt: Konzentrat, das durch Verdampfen des Wassers eines Pflanzenmazerats gewonnen wird (der Extrakt ist mit löslichem Kaffee vergleichbar). Diese Methode ermöglicht es, die Essenz der nutzbaren Bestandteile zu extrahieren und dabei den Gehalt an Wirkstoffen zu kontrollieren; man spricht von der Standardisierung eines Extrakts.